Das Spiel LARG
Was ist ein LARG? Drucken
Ein LARG (Live Alternate Reality Game) ist eine Mischform aus LARP (Live Action Role Play) und ARG (Alternate Reality Game). Es ist eine völlig neue Form von Erlebnis-Event, bei der die Grenze zwischen Realität und Spiel verschwimmt. Dies kann so weit gehen, dass die Teilnehmer nicht mehr wissen (und auch gar nicht wissen wollen), ob sie sich nun gerade in einer echten Situation befinden oder in einer vom Veranstalter zu diesem Zweck erschaffenen.
Man weiß also nie genau, ob die Person, der Raum, das Gebäude, der Gegenstand, oder die Interaktion zum Spiel gehören oder nicht. "This is not a Game!" ist das Mantra, das die Teilnehmer eines LARG antreibt, was den besonderen Reiz dieses Erlebnisses ausmacht.

Live Action Role Play

LARPLARP oder Liverollenspiel bezeichnet ein Rollenspiel, bei dem die Spieler ihre Spielfigur auch physisch selbst darstellen. Es stellt also eine Mischung aus dem Pen&Paper Rollenspiel und dem Improvisationstheater dar. Ein LARP findet immer in einem fest begrenzten Gebiet statt, in dem eine eigene Welt mit eigenen Regeln erschaffen wird. Oft sind dies Fantasy-Welten, in denen Schwertkämpfe, Zauberei, Monster und Mystik eine zentrale Rolle spielen. Um diese Welt für alle Teilnehmer erlebbar zu machen, stellt jede Person eine bestimmte selbst kreierte Rolle (Charakter) dar und folgt einem vorher festgelegten Regelwerk. Ein Kampf wird mit Polsterwaffen nur dargestellt, die Wirkung von magischen Sprüchen wird von allen betroffenen entsprechend ausgespielt, Sprache, Gewandung und Verhalten der Spieler sind an das Genre angepasst. Vergleichbar ist dies mit einem Laien-Schauspiel ohne Zuschauer, dessen Handlung nur grob vorgegeben ist und von den Spielern spontan und interaktiv entwickelt wird. So kann man gemeinsam in eine Fantasy-Welt eintauchen und sich ein Wochenende lang fühlen wie die Helden von Herr der Ringe. Mehr zum Thema LARP

Alternate Reality Game

ARGIm Gegensatz dazu ist ein Alternate Reality Game (ARG) ein auf verschiedene Medien zurückgreifendes Spiel, bei dem die Grenze zwischen fiktiven Ereignissen und realen Erlebnissen bewusst verwischt wird. Häufig wird es zur Bewerbung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung verwendet, ohne dieses direkt anzupreisen. Die Spieler greifen auf verschiedene Quellen im Internet zurück, wobei es nicht selten geschieht, dass die Ereignisse in der Spielwelt bis hinaus in die reale Welt der Spieler hineinreichen und die Spieler so zum gemeinschaftlichen Handeln bewegt. Die Geschichte eines ARGs kann dabei durch eine Vielzahl verschiedener Medien vorangetrieben werden, z.B. e-Mails, Webseiten, Blogs, etc.
Ein ARG trägt nicht nur dazu bei, dass die Spieler die Geschichte und die fiktiven Charaktere kennen lernen, sondern es führt auch dazu, dass sich die Spieler zusammenschließen und sich gegenseitig austauschen. Schließlich gibt es Rätsel, die man nicht allein sondern nur gemeinsam und durch die gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Mitspieler lösen kann.
Alternate Reality Games sind normalerweise durch ein großes Spiel-Universum in Form einer Vielzahl von Webseiten gekennzeichnet, die alle von sich behaupten durch und durch wirklich zu sein. In der Tat ist es manches Mal auch schwierig zu unterscheiden, ob es sich bei einer Webseite um eine fiktive oder eine wirkliche Webseite handelt. Diese Webseiten bilden somit die Grundmauern des Spiele-Universums. Sie werden normalerweise zum Vorantreiben der Geschichte verwendet, wobei die bereits oben aufgeführten Medien häufig noch zusätzlich zum Einsatz kommen. Dadurch entsteht eine Situation, bei der die Wirklichkeit des Spiels mit der wirklichen Realität aufeinanderstößt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines Alternate Reality Games ist, dass es das Konzept von "This Is Not A Game" (TINAG) für sich nutzt. Um die fiktive mit der realen Welt so gut wie möglich zu verschmelzen, bewirbt sich ein ARG niemals als solches und es wird auch niemals zu lesen sein, dass es sich wirklich um ein Spiel handelt. Dadurch wird das Geheimnis der Leute hinter all dem Ganzen im Verborgenen gehalten und der eigentliche Nervenkitzel des Spieles bleibt im Vordergrund gewahrt. Die Spieler tasten sich also von Webseite zu Webseite durch die Geschichte.

thegameLive Alternate Reality Game

Das Live Alternate Reality Game (LARG) verbindet die wichtigsten Elemente dieser beiden Spielformen - das Konzept von "This is not a Game" des ARG und das Live-Erlebnis eines LARP - zu einem völlig neuartigen Erlebnis: Ein Live-Abenteuer in realer Umgebung, bei der zu keiner Zeit der Anschein eines Spiels erweckt wird.
Live bedeutet dabei, dass im Gegensatz zum ARG nicht eine virtuelle Welt im Internet das Spielfeld ist, sondern die Teilnehmer vielmehr physisch miteinander und mit anderen interagieren.
Der Spielfilm "The Game" mit Michael Douglas demonstrierte dieses Prinzip schon 1997 recht eindrucksvoll: als Geschenk von seinem Bruder stimmt der wohlhabende Geschäftsmann van Orton einem Abenteuer-Spiel zu, das sein gelangweiltes Leben verändern soll. Schnell entpuppt sich dieses angebliche Spiel als gefährliche Verschwörung, bei der van Orton bedroht, beraubt und gejagt wird und schließlich um sein Leben kämpfen muss. Erst ganz am Ende des Films wird klar, dass dies alles tatsächlich nur Teil eines aufwendig geplanten um umgesetzten Spiels war, eben einem LARG.
Was im Film machbar ist, kann natürlich im echten Leben nicht ganz so atemberaubend umgesetzt werden. Um dem TINAG-Prinzip treu zu bleiben, muss bei einem LARG auf die typischen Rollenspiel-Elemente wie Regelwerk, Charakter-Bögen und Polsterwaffen verzichtet werden. This Is Not A Game funktioniert nun mal nicht mit Trefferpunkten, Schaumgummischwertern und ständig präsenter Spielleitung.
Aber wie soll ein solches Konzept umgesetzt werden? Wie kann man eine physisch präsente künstliche Welt schaffen, Verhaltensweisen vorgeben und Kämpfe simulieren, ohne die für LARPs typischen Hilfsmittel und Regeln?
Man kann es nicht.
Das LARG lebt von der Echtheit - echte Menschen, echte Schauplätze, echte Situationen. Schon die Wahl des Genres ist bei einem LARG eine schwierige Sache - es muss in realer Umgebung spielbar und trotzdem für die Teilnehmer reizvoll sein. Weder das magielastige und oft martialische Fantasygenre noch Endzeit- oder Science Fiction sind hierfür geeignet.
Wir haben uns für das Spionage-Genre entschieden, welches für LARG (fast) optimale Bedingungen bietet. Geheimagenten legen nun mal Wert darauf, unentdeckt und unerkannt zu bleiben. Außerdem kann das LARG in der heutigen Zeit und in der Öffentlichkeit stattfinden. Nur der Einsatz von Gewalt und Waffen sind so gut wie nicht darstellbar. This Is Not A Game bedeutet ja auch, dass die Teilnehmer nicht mit Spielzeugpistolen schießen oder einen Faustkampf nur simulieren, das würde sofort das Prinzip durchbrechen und das Spiel wäre enttarnt. Andererseits würde wohl niemand freiwillig an einem Event teilnehmen, das seine Gesundheit oder sogar sein Leben gefährdet.
Die Lösung ist zum einen die gezielte Vermischung von echten und fingierten Szenen, Personen und Spielorten. Außerdem wird das neue Spielprinzip dem Wunsch der Teilnehmer gerecht, unabhängig von aufwändig geplanten Events ein LARG in ganz Deutschland zu jeder Zeit erleben zu können.
 

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  • Rücktritt von noch nicht begonnenen Aufträgen

    ein anonymer Benutzer schlug vor:
    Da ich gerade selber Gefahr laufe aufgrund einer unerwarteten Reise einen Auftrag nur sehr schwer erfüllen zu können, stellt sich mir die Frage warum es keine Funktion gibt die ermöglicht von einem Auftrag, der sich noch in der Vorlaufzeit befindet zurückzutreten, damit ggf. ein anderer Agent diesen übernehmen kann. Diese Funktion müsste doch eigentlich für alle Beteiligten begrüßenswert sein, da so verhindert wird, dass ein Auftrag von einer Seite nicht erfüllt werden kann und somit evtl. beteiligte "Mitspieler" nicht vergebens an einem Übergabepunkt oder ähnlichem warten. Das man von einem bereits begonnenen Auftrag nicht mehr zurücktreten sollte, stimme ich allerdings vollkommen zu.

  • Schnellere Auftragsstarts [updated]

    Ich würde mich freuen, wenn die Aufträge schneller starten würden. Ich muss immer so lange warten...

    Agentenmacher hat gesagt:

    Was wäre denn eine passende Startzeit für Aufträge? (Im Benutzerprofil kann man einen minimalen Vorlauf von zwei Tagen einstellen)

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